Wolfgang Gust

Bücher: 2005: Der Völkermord an den Armeniern 1915/16. Dokumente aus dem Politischen Archiv des deutschen Auswärtigen Amts.



Publisher

Zu Klampen Verlag, Springe 2005. 675 Seiten, ISDN 3-934920-59-4



Subject: Klappentext und Buchrückseite

Verlag: Zu Klampen

Klappentext:

Am 24. April 2005 ließ die jungtürkische Regierung des Osmanischen Reichs die gesamte armenische Elite in der Hauptstadt Konstantinopel verhaften. Es folgte die systematische Vernichtung der armenischen Bevölkerung innerhalb von wenigen Monaten. Wer nicht gleich umgebracht worden war, wurde auf Todesmärsche so lange ohne Wasser und proviant durch unwegsames Gebirge oder in die syrisch Wüste getrieben, bis er vor Erschöpfung starb, verdurstete oder verhungerte. Gut die Hälfte der etwa 2 Millionen Armenier des Osmanischen Reichs fiel dem ersten Völkermord im 20. Jahrhundert zum Opfer.

Kein fremder Staat war so nah am Geschehen wie das deutsche Kaiserreich, der wichtigste Alliierte der Türkei im Ersten Weltkrieg. Seine Missionare, Lehrer, Offiziere, Konsuln und Botschafter zeichneten die Details des Völkermords nach, einige seiner Offiziere nahmen auch aktiv an der Vernichtung der Armenier teil. Die von Wolfgang Gust vorgelegte Auswahl der im Auswärtigen Amt gesammelten Berichte gibt ein sehr genaues Bild des Geschehens - und der deutschen Mitverantwortung.

Bis heute leugnet die Türkei, der Rechtsnachfolger des Osmanischen Reichs, offiziell den Genozid, noch heute weiß die deutsche Öffentlichkeit nur wenig über diesen unheimlichen Vorgänger der Shoah. Die in Der Völkermord an den Armeniern 1915/16gesammelten Dokumente bieten Zündstoff für eine nicht nur im Hinblick auf die EU-Erweiterung äußerst brisante Diskussion.

Wolfgang Gust, Jahrgang 1935, war Auslandsredakteur- und korrespondent sowie Leiter Ressorts SPIEGEL-Buch beim Wochenmagazin DER SPIEGEL. Seit 1993 ist er als freier Publizist tätig und widmet sich, zusammen mit seiner Frau Sigrid Gust, der Dokumentation des Völkermords an den Armeniern. Sigrid und Wolfgang Gust betreiben mit www.armenocide.net daswichtigste Internet-Portal zum Thema.


Buchrückseite:

"Unser einziges Ziel ist es, die Türkei bis zum Ende des Krieges an unserer Seite zu halten, gleichgültig, ob darüber Armenier zu Grunde gegehen oder nicht."
Reichskanzler Theobald von Bethmann Hollweg.

[Anmerkung: Klappentext und Rückseite eines Buches werden traditionell von dem jeweiligen Verlag eigenverantwortlich formuliert.]